Ausstellungseröffnung “Antifaschistischer Widerstand in Europa 1922-1944” im Rostocker Rathaus

Am Montag, dem 15. April 2019, um 17 Uhr, eröffnet die VVN-BdA Basisorganisation Rostock im Rostocker Rathausfoyer die Ausstellung “Antifaschistischer Widerstand in Europa 1922-1944”.

Auf 50 Schautafeln wird der opferreiche Widerstandskampf in 21 Staaten Europas gegen den Faschismus dargestellt und verdeutlicht, dass Faschismus keine Meinung, sondern ein Verbrechen ist, und dass Rassismus, Antisemitismus und Hass gegen Minderheiten nicht geduldet werden dürfen, wenn wir eine friedliche, freundliche und sichere Zukunft für alle Menschen gestalten wollen.

Dr. Wolfgang Nitzsche, Präsident der Bürgerschaft der Hanse- und Universitätsstadt Rostock, wird ein Grußwort und Dr. Ulrich Schneider, Generalsekretär der FIR (Internationale Föderation der Widerstandskämpfer – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten) über den von ihm entscheidend mitgeprägten Inhalt der 50 Tafeln sprechen, die aus allen europäischen Ländern der damaligen Zeit berichten, die im Kampf gegen den Nazismus eingebunden waren: Italien, Spanien, Portugal, Deutschland, Österreich, Tschechoslowakei, Polen, Norwegen, Dänemark, Belgien, Niederlande, Luxemburg, Frankreich, Großbritannien, Sowjetunion, Ungarn, Albanien, Jugoslawien, Griechenland, Bulgarien und Rumänien.

Die Ausstellung lebt durch eindrucksvolle Bilder und reproduzierte Dokumente, die die knappen erläuternden Texte unterstreichen. Bei der Auswahl der Illustrationen, die oftmals von den nationalen Verbänden der Widerstandskämpfer und Antifaschisten zur Verfügung gestellt worden sind, wurden besonders solche Bilder gewählt, die Männer und Frauen, nationale Besonderheiten des Kampfes und allgemeine Tendenzen zum Ausdruck bringen konnten.

Zu finden sind Fotos des Slowakischen Nationalaufstands, des Kopenhagener Generalstreiks, der jugoslawischen Partisanenarmee oder das Flugblatt der KPD von 1938 “Wider die Judenpogrome”, eines der wenigen Beispiele des öffentlichen Protests gegen diese antisemitischen Übergriffe in Deutschland. Die Ausstellung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sie zeigt aber, dass der Widerstandskampf in allen europäischen Ländern in unterschiedlicher Form und unter Berücksichtigung der nationalen Spezifika stattfand. Die Texte der ersten Ausstellung waren in Englisch, Französisch und Niederländisch verfasst. Inzwischen ist die Ausstellung komplett ins Deutsche übersetzt.

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