Rechenschaftsbericht des Vorstandes der VVN-BdA Rostock am 03.11.2017

Auf der Mitgliederversammlung der VVN-BdA Basisorganisation Rostock am 04. November stellte der BO-Sprecher den Rechenschaftsbericht des Vorstandes vor, der im Folgenden dokumentiert wird:

Auf der vergangenen Mitgliederversammlung wurde der aktuelle Vorstand gewählt. Bereits zu Beginn der aktuellen Legislaturperiode wurde eine konkrete Aufgabenverteilung vorgenommen, die größtenteils auch eingehalten wurde.

Zu den zentralen Arbeitsbereichen gehört für den Vorstand die Vorbereitung und Durchführung der regelmäßigen Mahn- und Gedenkveranstaltungen. Hierzu zählen die Kundgebungen am 27. Januar am Rosengarten, das Gedenken am 1. Mai am Werftdreieck, die Gedenkveranstaltung am 8. Mai –  Tag der Befreiung – am Puschkinplatz und nicht zuletzt der Tag der Mahnung und Erinnerung an die Opfer des Faschismus (OdF) am Zweiten Sonntag im September sowie die Beteiligung an dem Friedensfest in Graal-Müritz.

Die Teilnehmer*innenzahlen der einzelnen Veranstaltungen sind differenziert zu betrachten. Während an einigen Veranstaltungen nur wenige dutzend Menschen teilnahmen, konnten andere Termine im Vergleich zu den vergangenen Jahren mehr Rostockerinnen und Rostocker anlocken.

Das Ziel, die Bibliothek unserer Basisorganisation von der Geschäftsstelle der LINKEN Rostock ins Peter-Weiss-Haus zu verlagern, ist auf einem guten Weg. Im Peter-Weiss-Haus sollen die Bücher einer größeren Öffentlichkeit als in der Geschäftsstelle zugänglich gemacht werden. Hierzu gibt es bereits mehrere Absprachen mit Stefan Nadolny vom Peter-Weis-Haus, die Johanna Jawinsky und zuletzt Regine Lück getroffen haben. Der Vorstand ist zuversichtlich, bis zum Ende der Legislatur auch die letzten Schwierigkeiten, wie der genaue Ort der Unterbringung der Bibliothek, gelöst zu haben und das Projekt zum Abschluss bringen zu können.

Auf Vorschlag von Johanna Jawinsky reiste am 14. September eine Delegation unserer Basisorganisation nach Kopenhagen und besuchten dort dänische Antifaschisten. Regine Lück organisierte im Voraus die Fahrt. Liv Peters übersetzte in Dänemark dankenswerter Weise.

Am 17. Juni fuhr unsere Basisorganisation und Sympathisant*innen nach Hamburg. Besonderen Dank gilt hier der Hamburger Kameradin Jacob, die uns an verschiedene Gedenkorte in Hamburg führte. Durch die Fülle des Programms konnten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmern den Tag als positiv bewerten. Insgesamt nahmen 19 Mitglieder und 17 Gäste an der Fahrt teil. Dank geht an die Vorbereitungsgruppe Anneliese Schulz, Jürgen Weise und Jörg Theska, sowie Regine Lück, die die Führung im Bus übernahm.

Unsere Website vvnbda-rostock.de wird nach wie vor betreut von Elisa Rode. Obwohl sie kein Mitglied unserer Vereinigung ist, stellt sie zeitnah alle Artikel und Fotos online, die ihr von Hannelore Rabe zugesendet wurden.

Unsere neue Mailadresse wird täglich aufgerufen von Nico Burmeister. Ein Großteil der Einladungen und Anfragen an den Vorstand werden jedoch über das neu eingerichtete Postfach an den Vorstand herangetragen. Für die regelmäßige Leerung ist Regine Lück verantwortlich.

In den vergangenen Jahren mussten wir nicht nur den Verlust wertvoller Mitglieder verzeichnen, sondern konnten auch neue Kameraden begrüßen. Besonders, dass die Tatsache, dass sehr junge Menschen wieder den Weg zu uns finden, darf uns vorsichtig optmistisch stimmen. Gleichzeitig muss insgesamt festgestellt werden, dass es dem Vorstand nicht immer gelungen ist, Angebote für jüngere Menschen zu unterbreiten. Die Mitgliedergewinnung ist die wichtigste Aufgaben des Vorstandes wenn unsere Basisorganisation in den nächsten Jahren politisch handlungsfähig bleiben will bzw. wir unsere Handlungsfähigkeit erhöhen wollen. Dem Vorstand ist es in den vergangenen Monaten nicht gelungen, dem Thema der Neumitgliedergewinnung die notwendige Aufmerksamkeit zu schenken.

Als älteste antifaschistische Organisation in der Bundesrepublik ist die Zusammenarbeit mit anderen Parteien, Gewerkschaften, antirassistischen Initiativen und Verbänden ein zentraler Bestandteil unserer Arbeit. Auch auf diesem Gebiet konnte der Vorstand Fortschritte erzielen. So führten wir unser traditionelles Gedenken am 27. Januar – dem Jahrestag der Befreiung der Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz – gemeinsam mit dem rat + tat e.V. – dem Verein für Schwule und Lesben in Mecklenburg-Vorpommern – durch. Diese Veranstaltung wurde nicht nur von älteren Menschen, sondern auch von Studierenden zahlreich besucht.

Insgesamt war die Arbeit des Vorstandes der vergangenen Monate geprägt von leidenschaftlichen Diskursen und einer konstruktiven Arbeitsatmosphäre, die die Arbeit des Vorstandes überhaupt erst ermöglicht.

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