Hans Beimler – Kamerad

Am 1. Dezember 1936 fiel Hans Beimler  den Kugeln  von Faschisten zum Opfer. Er war einer von über 40 000  Interbrigadisten, die im spanischen Bürgerkrieg an der Seite spanischer Antifaschisten die spanische Republik gegen die Franko-Putschisten und ihre faschistischen Helfeshelfer vor allem aus Hitler-Deutschland und Mussolini-Italien kämpften.

Geboren am 2. Juli 1895 in München,  trat er mit 23 Jahren 1918 der noch jungen KPD bei und engagierte sich für die bayerische Räterepublik, die im Gefolge der Novemberrevolution 1918 gegen Reaktion und Militärdiktatur kämpfte. Er war in seinem Wirkungsbereich Mitglied im Augsburger Stadtrat und wurde als Abgeordneter sowohl in den bayerischen Landtag als auch für Bayern in den Reichstag gewählt.

Zusammen mit seiner Frau Centa beteiligte er sich maßgeblich an der Organisation des Widerstandes  in Bayern gegen den  aufkommenden deutschen Faschismus. Bereits am 11.04.1933 wurde er von den Nazis verhaftet, gefoltert und am 25.04.1933  in das frisch eröffnete KZ Dachau eingeliefert. In der Nacht vom 8. zum 9. Mai 1933 gelang ihm mit Hilfe von Freunden und mit Unterstützung eines katholischen Priesters die Flucht aus dem Lager.

Über Prag kam er nach Moskau und veröffentlichte unter dem Titel „Im Mörderlager Dachau“ einen der  ersten authentischen Erlebnisberichte aus einem Nazi-Konzentrationslager.

1936 folgte er sofort einem Aufruf zum Anschluß an die Internationalen Brigaden und ging mit nach Spanien. Er  arbeitete und kämpfte dort als Kommissar der legendären XI. Brigade, der auch das Thälmann-Bataillon mit vorwiegend deutschen Interbrigadisten angehörte. Bei einem Fronteinsatz kam er ums Leben.

Mehr als 2 Millionen Menschen sollen auf einer Veranstaltung in Madrid und  an seiner Überführung von dort nach Barcelona von ihm Abschied genommen haben. Beigesetzt wurde er auf dem Bergfriedhof in Barcelona.

Zu seinem 80.Todestag legten Mitglieder und Freunde von VVN-BdA Rostock Blumen an seinem Gedenkstein im Überseehafen Rostock nieder  –  zur Ehrung und zur Erinnerung an einen aufrechten und mutigen Antifaschisten; aber vor allem auch zur Mahnung.  Die Zeichen der Zeit  weisen eindringlich hin auf eine neuerliche Bedrohung von Demokratie, Humanität und Frieden – in Europa und weltweit.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.